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Brigitta Zeumer

Ausstellungsverzeichnis

Brigitta Zeumer

Geboren 1939 in Rendsburg
1969 1969 –; 1971 Schülerin von Karl Anton Räderscheidt
1971 erste Einzelausstellung bei der Kreissparkasse Köln. Gründung und Leitung der Künstlervereinigung "Gruppe 8", an deren Ausstellungen sie regelmäßig teil­nimmt
1969 1969 –; 1975 malt sie ausschließlich Ölbilder
1975 erste Aquarelle
Seit 1984 jährliche Veröffentlichung von Aquarell-Kunstkalendern
1988 1. Preis in der Kategorie "Aquarelle" der Del Bello Gallery Toronto
1991 stellte Brigitta Zeumer auf Einladung des Kulturministers der VR China, des Kulturministers der Provinz Jiangsu und der "Gesellschaft für Freundschaft mit dem Ausland" im März und April ihre Arbeiten in Peking, Nanking und Schanghai aus.
Bei seinem Staatsbesuch in der VR China im November 1996 überreichte Bundes­präsident Roman Herzog dem chinesischen Präsidenten Jiang Zemin als Staatsgeschenk ein Bild von Brigitta Zeumer.
1999 schenkte Bundeskanzler Schröder dem französischen Präsidenten Lionel Jospin ein abstraktes Bild von Brigitta Zeumer und im Oktober 1999 Bundespräsident Johannes Rau der niederländischen Königin Beatrix ein Aquarell der Künstlerin.
1995 Goldmedaille "Justice-Peace" in Chang Chun, China
1999 Workshops an der Deutschen Schule in Singapur
2001 Stipendium Haus Rissen, Hamburg
2003 Fernseh-Künstlerportrait auf nrw-tv am 6. April

Seit 1991 viele Rundfunk- und Fernsehinterviews im In- und Ausland. Zahlreiche Bilder der Künstlerin befinden sich in privaten Sammlungen sowie in den Sammlungen von Museen, von Städten, von Banken und Sparkassen.
Einzelausstellungen


1971 Kreissparkasse Köln
1974 Kunstverein Jülich
1977 Galerie Siedlaczek, Rhede –; Schloss Lembeck
Galerie Heino Heiden, Lübeck
1978 Galerie Wölffer, Berlin –; Kreismuseum Zons
1979 Stadt Meersburg, Neues Schloss
Galerie Koppelmann, Leverkusen
1980 Galerie L'Aturiale, Lüttich –; Banque Nagelmackers, Lüttich
Galerie Dehne, Stuttgart –; Galerie Kurze, Gütersloh
1981 Galerie Wölffer, Berlin –; Altstadt-Galerie, Bonn
1982 Galerie An Groß St. Martin, Köln –; Galerie Prisma, Wien
Galerie Hebler, Bochum –; Galerie Lautner, Mainz
1983 Galerie Kreth d'Orey, Heidelberg –; Galerie NOVA, Hagen
Galerie Köster, Hilden –; Stadt Bremerhaven
1984 Galerie Brockmeyer, Kleve –; Kunstverein Frechen
Galerie Kühne, Mülheim/Ruhr –; Inter Art Galerie Reich, Köln
Galerie Lochte, Hamburg –; Galerie Wölffer, Berlin
Galerie Klostermühle, Hude –; Galerie Raab, Fulda
Burggalerie Fehmarn
1985 Galerie Weigl, Nürnberg –; Galerie Capellmann, Aachen
Galerie Tscheuschner, Kassel –; Galerie Kreth d'Orey, Heidelberg
Alte Molkerei, Worpswede
1987 Kunstverein Nümbrecht –; Theater Fürth
Galerie Hill, Düsseldorf
1988 Galerie Schnittger, München –; Museum Heylshof, Worms
1989 Del Bello Gallery, Toronto –; Galerie Kley, Hamm
Galerie Dietz, Plön –; Galerie Nemec, Ingolstadt
1990 Galerie Kühne, Mülheim/Ruhr –; Galerie am Brühl, Gresgen
1991 PREMIERE Frankfurt –; Wattis Fine Arts, Hongkong
Kaiserpalast Peking –; Jiangsu Art Gallery, Nanking
Education Hall, Schanghai –; Galerie van Remmen, Solingen
Galerie Dietz, Bonn –; Galerie Fischer, Minden
Galerie am Brühl, Gresgen –; Galerie Wild, Lahr
1992 Galerie Kocken, Kevelaer –; SIEMENS, Erlangen
ASIA Nippon Convention Center, Tokio
Galerie Krenzel, Haan
1993 Torhausmuseum, Siegburg
1994 Europäisches Parlament Straßburg
1995 Galerie an der Stadtkirche, Bayreuth
CHINA ART EXPO, Peking
Deutsches Kulturzentrum, Taipei
1996 Galerie Dietz, Bonn
1997 Galerie ATORPA, Den Haag –; Galerie Hansen, Bonn
Stubengalerie Goslar –; Galerie Wissdorf, Köln
Galerie Krenzel, Haan
1998 KONSUGERMA, Schanghai –; Kunsthof, Bonn
1999 Kulturzentrum St. Vith, Belgien
Friedrich-Naumann-Stiftung, Gummersbach
Galerie Isshorst, Hamminkeln
The Substation, Singapur
2000 Galerie Kühne, Mülheim/Ruhr
Deutsche Welle, Köln
Galerie Nova, Hagen
2001 Rinsche & Speckmann, Berlin
Galerie Anders, Lünen
Galerie in der Parkvilla, Zweibrücken
Galerie Diehl, Bergisch Gladbach
Lippische Landesbibliothek, Detmold
Sunjin Galleries, Singapur
Galerie an der Stadtkirche, Bayreuth
2002 Galerie Kley, Hamm
Galerie Schneider, Berlin
2003 Sparkasse Diepholz
TEREMA, Monheim
2004 Stubengalerie Goslar
Stadtgalerie Sundern
MANN MOBILIA, Karlsruhe
2005 Galerie Zumkley, Marienthal
Galerie Dorsel, Heimbach
2006 Galerie Wild, Frankfurt/Main
Ausstellungsbeteiligungen


1971 Kölner Kunst-Kaleidoskop
Neumarkt der Künstler, Köln (1971 –; 1975)
Deutsches Klingenmuseum, Solingen
1976 L'Artothèque, Monte Carlo
1977 Kunstverein Frechen
1979 1979 –; 1988 Teilnahme an den internationalen Kunstmessen
ART BASEL (Inter Art Galerie Reich, Galerie Siedlaczek, Galerie Kurze, Galerie Scholten)
Teilnahme an den Kunstmärkten Göttingen (Inter Art Galerie Reich), Teilnahme an den Kunstmessen Düsseldorf und Köln (vertreten durch Inter Art Galerie Reich, Galerie Siedlaczek)
1981 Kunstverein Frechen –; Städtisches Museum Hazebrouk
1984 Kunstverein Frechen
1987 Ansbacher Kulturwochen
1988 Buchmesse Frankfurt –; Del Bello Gallery, Toronto
1989 Art Expo, New York –; Chicago International Art Fair
(Galerie Redies) –; "Deutsche Künstler sehen Afrika",
Westfalenhalle Dortmund –; Del Bello Gallery, Toronto
BIAF, Barcelona (Galerie Root)
LINEART, Gent (Galerie Root)
Buchmesse Frankfurt
1990 ART Frankfurt (Galerie Redies) –; Art Expo, New York
Chicago International Art Fair (Galerie Redies)
ART'21, Basel (Galerie Redies)
Earth Art Gallery, Tokio, Japan
Buchmesse, Frankfurt (CCA Galleries)
ART Stuttgart –; Del Bello Gallery, Toronto
1991 Comune di Mapello, Lombardei
Galerien in Schleswig-Holstein, Schloss Salzau
Buchmesse Frankfurt –; Lesezeichen-Museum, Duisburg
Landesvertretung Baden-Württemberg, Bonn
Del Bello Gallery, Toronto
1992 Beteiligung an der Zweiten Internationalen Litfasskunstbiennale München
1993 1993 –; 1994 Buchmesse Frankfurt
1994 1994 –; 1998 ART MULTIPLE, Düsseldorf
1995 Beteiligung an der Ausstellung zur Weltfrauenkonferenz in Peking
Ausstellung JUSTICE/PEACE in Chang Chun (Goldmedaille) –; Grafikbiennale Kanagawa, Japan
Kunstmesse Graz
1996 Beteiligung an der Ausstellung GOYA in Museen auf allen Kanarischen Inseln
Grafikbiennale Warschau, Polen
Landesmuseum Judenburg, Österreich
1997 Grafikbiennale Kairo –; Giza, Ägypten
1998 "750 Jahre Kölner Dom", Köln
Kunstmesse Graz
Kunstmuseum Sharjah, VAE
2000 Grafikbiennale Kairo- Giza, Ägypten
3. Int. Grafikbiennale Bitola, Macedonien
2002 Wanderausstellung Deutsches Sport- u. Olympiamuseum, Köln, Potsdamer Platz, Berlin, Salt Lake City, München
2003 Kunsttage Brauweiler
2004 Kunstmesse Singapur
Kubus-Kunsthalle, Duisburg
2005 Galerie Schneider, Berlin –; Galerie eins!, Bad Münstereifel
Museum Blankenheim –; Galerie Wagner - Kunstmanagement, München
Galerie H. P. Haas, Stuttgart –; Kunstmesse Dornbirn
2006 Bharat Bhavan International Biennal of Print-Art 2006, Indien
Deutsch-Niederländische Grafikbörse Borken
Grafikbiennale 2006 Kairo und Alexandria, Ägypten

2007 Kunstforum der www.galerie-wehr.de

Betrachtet man Brigitta Zeumers Arbeiten, fühlt man sich unwillkürlich an die ostasiatische Kunst der Kalligraphie erinnert. So ging es auch vor einigen Jahren Chinesen, die in der Auslage einer Kölner Galerie das erste Buch der Künstlerin "Harmonie der Stille" entdeckten. In ihren Bildern fanden sie Auffassung und Ausdruck von Malerei wieder, die innere Vorgänge in eine dem asiatischen Empfinden entsprechende Farb- und Liniensprache überträgt: in elementarer Einfachheit und freiem Spiel setzt Brigitta Zeumer Linien und Farbflecken, scheinbar hastige Spritzer oder Lavierungen in verschiedenen Tönungen, entstehen Variationen unterschiedlich breiter Pinselstriche von explosiver Farbkraft. In der Sparsamkeit der Mittel und der Reduktion der Farbpalette auf die Primärfarben Rot, Blau und Gelb, die durch schwarze Tusche ergänzt wird, formen sich aus den sich spontan äußernden Gesten subjektiv geprägte, klangvolle Zeichen individueller Befindlichkeiten, in die man sich schnell einzufühlen vermag. In ihren Kompositionen baut sie Spannungsbögen auf: so korrespondiert beispielsweise eine expressive, fahrige Lineatur mit einer in sich ruhenden Kreisform, einer dynamischen Diagonalen antwortet die Ruhe der Horizontalen, dem leuchtenden Rot nimmt das stille Blau etwas von seiner Aufgeregtheit. Dabei ist das Weiß der Bildfläche integraler Bestandteil dieser Spannungsbezüge, schafft Raum und Wege der Entfaltung auf der Suche nach Ausgewogenheit. Denn es ist gerade die Harmonie, die den Charakter dieser Bilder ausmacht. Sie entsteht aus dem subtilen Balanceakt, ein rhythmisches Beziehungsgefüge zwischen konträren Bildteilen herzustellen, ohne dabei die spannungsgeladenen Momente aufzulösen. Ausgehend von der Landschaftsmalerei, hat Brigitta Zeumer ihre Bildsprache zunächst ganz unberührt von den ostasiatischen Vorbildern entwickelt: "Meine Malerei fließt ganz natürlich aus mir heraus und ist meine ureigenste Art, mich bildnerisch auszudrücken." Aus der erwähnten ersten Begegnung mit Chinesen entwickelten sich dann im Laufe der Jahre intensive Beziehungen auf menschlicher und künstlerischer Ebene zum "Reich der Mitte". Erst im Nachhinein kam es zu einer Auseinandersetzung mit der ostasiatischen Kunst.

Annette Quast
Brigitta Zeumer hat in den letzten Jahrzehnten ihre künstlerische Handschrift kontinuierlich und überzeugend weiter entwickelt. Ursprünglich war ihr Mal- und Zeichenstil von realistischen Zügen gekennzeichnet, die in Verbindung mit einer romantischen Sichtweise stille Meditationsbilder von großer Tiefe und lyrischer Grundstimmung entstehen ließen. Eine immer stärker werdende abstrahierende Tendenz, die Reduktion der landschaftlichen Erinnerungen und ein befreites Spiel der Hand auf dem Malgrund haben sie unaufhaltsam zu den gegenwärtigen informellen Bildern geführt. Ihre Vorliebe für Bildpoesie, ihr Hang zu emotional bestimmten malerischen Äußerungen und eine Art Seelenverwandtschaft zu ostasiatischer Mentalität und Spiritualität haben sie in engen Kontakt mit chinesischer Kunst gebracht. Kräftige Pinselschwünge, ein bei aller formalen Bewegtheit stiller Grundton ihrer Arbeiten und eine sehr eigenwillige Palette verweisen auf Parallelen. Die traditionelle chinesische Tuschmalerei und die ihr innewohnende Aufforderung zur Versenkung sind keineswegs nur adaptiert worden, sondern finden sich in einer autonomen westlichen und zeitgenössischen Kunstsprache wieder. Brigitta Zeumer wurde 1991 als erste deutsche lebende Künstlerin vom chinesischen Kulturminister zu ihrer viel beachteten Ausstellung in den Kaiserpalast nach Peking eingeladen. Bis 1998 folgten sechs weitere Ausstellungen in China. Brigitta Zeumer strahlt mit ihren weltweit präsentierten Werken Optimismus und Nachdenklichkeit, Vehemenz und Ruhe, Üppigkeit und Konzentration aus.

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder