Werkgruppe - Künstler einzeln

 
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Angelo Palazzini

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> Über meine Malerei wurde viel von Kunstkritikern, Prüfern und Literaten
> geschrieben.
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> Ich wüßte wirklich nicht, was ich über meine Malerei sagen könnte, ich
> wüßte
> nicht wo ich anfangen sollte.
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> Um über Kunst zu schreiben, bedarf es einer Menge Kultur, zuviel Kultur.
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> Nur jemand, der viel Zeit dem Studium widmen konnte, kann mit einer
> speziellen Sprache über Kunst sprechen, sie beschreiben und über sie
> erzählen mit Hilfe von tausenden Zitaten, die ausdrücken sollen was ein
> Kunstwerk darstellt und beinhaltet, dabei wird das ganze Register der
> Philosophie, des geschichtlichen, des literarischen und des menschlichen
> Gedankengutes gezogen, das sich über Jahrtausende formte und bereits in
> der
> prähistorischen Strichzeichnung begann.
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> Ich habe meine Zeit schon immer diesem Handwerk(Beruf) gewidmet, indem ich
> Tage und Nächte mit Farben und Leinwänden arbeitete und mit verschiedenen
> Materialien; von Gips bis Holz und Metallen experimentierte, um dort
> anzugelangen was sie heute sehen können und woran man mich immer
> wiedererkennt.
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> Meine Malerei, wie in einem alchemistischen Experiment , verankert und
> nähert sich Elementen, die sich fast nie in einer wieder erkennbaren
> Reihenfolge einreihen. Es sind Elemente, die zu mir gehören, Elemente ,
> die
> dem täglichen Leben angehören oder Elemente, die alles beherrschen, wie
> vor
> allem die von mir verwendeten Türme, die mir das Gefühl von Sicherheit und
> Vollendung geben. Die Türme stellen bewohnbare Orte, Orte die Kraft geben,
> Orte zum Träumen dar. Sowie die von mir verwendeten Persönlichkeiten,
> manchmal erfunden, manchmal mit geschichtlicher Wahrheit, Persönlichkeiten
> konstruiert wie Gebäude mit architektonischen Teilen, mit Damastgewändern,
> diverser Dekoration, Handlungen, die es gilt zu verstecken zu maskieren,
> einen Seelenzustand zu verdeutlichen, wie die Bereitschaft alles
> umzustürzen, ähnlich wie die Klarheit in einer griechischen Tragödie.
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> Letztendlich ist für mich die Malerei ein Spiel, wie auch eine tägliche
> Auseinandersetzung mit mir selbst, aber sie ist auch die Quelle der
> Sehnsüchte und Fragen, die auf Antworten warten.
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