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Wilhelm Schlote

Schlote wuchs in Essen auf machte dort sein Abitur. Sein erster Kunstlehrer war Heinz Mack (Mitglied der Künstlergruppe ZERO), der bereits früh das zeichnerische Talent von Wilhelm Schlote erkannte. Ebenso philosophisch prägend war bis zum Abitur sein Mentor und Freund Albert Schulze Vellinghausen, der als Literaturkritiker bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) der Vorgänger von Marcel Reich-Ranicki war. Nach dem Abitur studiert Schlote bis 1968 Philosophie in Bonn und anschließend bis 1972 Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Von 1973 bis 1978 war er Lehrer im höheren Schuldienst in Hamburg. Zeitgleich mit der Entscheidung nach Paris zu gehen, wurde Schlote eine Professur an einer deutschen Kunsthochschule angeboten. Schlote entschied sich jedoch 1978 für einen Umzug nach Frankreich, wo er zum Teil in Nizza, hauptsächlich jedoch in Paris lebte. 1980 stellte er erstmals in der Medizinischen Fakultät St. Germain des Pres in Paris aus. Seit Mitte 2011 lebt und arbeitet Wilhelm Schlote in Köln-Sülz.1968 publizierte Schlote sein erstes von insgesamt 35 Kinderbüchern. Ab 1976 veröffentlichte er Cartoon-Postkarten –; die sogenannten "Schlote-Karten" –; und erhielt im selben Jahr den Deutschen Jugendbuchpreis für Heute wünsch ich mir ein Nilpferd. Seit 1980 erstellte Schlote eine Vielzahl von Städteplakaten, Kalendern, Postern und Auftragsarbeiten. 1991 wurde er von der "Académie Calvet" ausgezeichnet; den Preis überreichten ihm Catherine Deneuve und Claude Chabrol. 2002 erschien das Kunstbuch Postskriptum für die Deutsche Post. Schlotes Cartoons und Zeichnungen erschienen unter anderem in Zeitschriften wie Die Zeit, Die Welt, Rheinischer Merkur, The New Yorker, Le Monde und Le Figaro. Seine Städteplakate und Poster macht er für fast alle größeren deutschen Städte; aber auch Städte wie Amsterdam, Rom und New York City oder Jubiläen und Veranstaltungen werden im für Schlote typischen Strich wiedergegeben. Er selbst bezeichnet seinen Zeichenstil als "Krikelkrakel" und verleugnet nie sein Hauptmotiv, das Strichmännchen. In seinen Aquarellen verarbeitet er auch französischen Rotwein, den er auf Servietten aufträgt. Zudem machte er Anzeigenwerbung für 4711 und Plakate für Lottogesellschaften und Betonproduzenten und schuf Designvorlagen für Sonia Rykiel. Er ist regelmäßig als Illustrator für die FAZ tätig. [1]Er arbeitete als freier Mitarbeiter für verschiedene deutsche und französische Zeitschriften wie z.B. "Stern", "Brigitte" oder das "Zeitmagazin" und arbeitete mit anderen Zeichnern wie z.B. Roand Topor zusammen. Bekannt wurde er aber vor allem durch seine themenbezogenen, großformatigen Plakate, auf denen er mit seinen charakteristischen Strichmännchen und -frauchen Geschichten erzählt. Seien es Berufe, Städte oder Themen, Wilhelm Schlote entwirft Bilder mit einem liebevoll poetischen Charme. Auch die Galerie Hunold hat mit Wilhelm Schlote zusammen mehrere Plakate verlegt, wie z.B. das Motiv "Münster erleben" oder "Chemie entdecken".

Nach jahrelangen Aufenthalten in Paris und an der Cote d'Azur lebt Wilhelm Schlote heute wieder in Köln.

Seinen Lebenslauf hat Wilhelm Schlote vor einiger Zeit selbst in Wort und Bild zusammengefasst und auf der Rückseite einer Bilderserie "verewigt":


Wilhelm Schlote Rahmenbeispiel Made in Cologne
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