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Christian Jereczek Galerie Wehr

Christian Jereczek

geboren 1935 in Berlin

studierte in Berlin, Dresden und Wien

Er gehört zu den großen Doppelbegabungen.

Nach seiner Ausbildung zum Bildhauer verstärkt sich seine Neigung zur Malerei

(Studium bei Prof. Drake, Berlin sowie Kokoschka-Schule in Salzburg).

Seine Vielseitigkeit, seine große zeichnerische Begabung machen ihn zum virtuosen Meister seines Faches.

Ihm gelingt es, durch die Fülle der Farbnuancen einen Hauch uns fremdgewordener Impressionen zu vermitteln.

Vertraute, erkennbare Sujets, Lanschaften, Portraits, Akte, scheinen zunächst den Einstieg in das Gespräch für den Maler, wie auch den Betrachter zu erleichtern. Der zeichnerisch-expressive Malduktus jedoch, mit dem Jereczek das Vertraute mal mehr und mal weniger Schicht um Schicht zudeckt, ummalt, deuten darauf hin, dass der Maler das Vertraute, sinnhaft Wahrnehmbare nur benutzt, um sich dann in einem sich verselbständigenden Malprozess auf die Such nach der Erkenntnis, der Wahrheit begeben zu können. Wahrheit, als das Sich-selbst-finden-können in der Wahrhaftigkeit eines dauernden oder einzigartigen Momentes.Dass die Suche nicht zu endgültigen Ergebnissen führt, eine Wahrnehmung eines Momentes immer auch abhängig von Erfahrung, Sensibilität, Befindlichkeit und Zeit ist, zeigt seine Art zu malen und auch die Wiederholung und Immer-wieder-Bearbeitung seiner Themen, die zwar auf der einen Leinwand zu einer momentanen Lösung führt, auf einer anderen aber wieder zum Ausgangspunkt einer neuen Auseinandersetzung mit anderer Lösung wird. Ein Thema wird ähnlich einer Komposition in der Musik vorgestellt und dann variiert, bis es sich zu erschöpfen scheint. Darauf setzt ein neues Thema ein. Irgendwann wird das alte Thema wiederholt, jedoch in einer neuen Variation oder in Verbindung mit einem neuen Thema. Kunst ist, was Künstler schaffen, die über aussergewöhnliche Sensibilität verfügen und in der Lage sind, diese zum Medium ihrer Arbeit zu machen, einer technik- und wissenschaftsgläubigen Welt eine andere, jedoch gleichwertige Form der Wirklichkeits- und Wahrheitsinterpretation gegenüberzustellen, im besten Fall sie dafür zu öffnen. Jereczeks Arbeiten sind von einer sensiblen Expressivität, die über die gegenwärtige Zeit hinausweisend, vorausschauend an die Sensibilität schlechthin appelliert und in der Form auch dem totgesagten traditionellen Tafelbild im Zeitalter der Medien und Reproduzierbarkeit seinen Platz sichern wird.

Leonhard Pelloth


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